Sonntag, 10. Mai 2020

Alternative zu Doodle und Co.

Ausnahmsweise mal etwas fachfremdes:

Es gibt ein neues tolles Tool um kleine Umfragen für die eigene Paddlercommunity oder den Verein zu erstellen. Ihr wollt wissen wo eure Vereinsmitglieder als nächstes auf große Fahrt gehen möchten? Wann haben die meisten Zeit für eine Wochenendfahrt?

Erstell am besten ganz einfach eine Umfrage auf SIO.ONE

(Ich würde es nicht bewerben wenn das ganze nicht aus meiner Feder stammen würde ;-) )


Samstag, 14. März 2020

Neue Flussbeschreibung: Selbitz

Die Selbitz ist wohl der beste Wildfluss den man als Wildwasserpaddler in Oberfranken finden kann. Kurz und knackig erreicht die Selbitz im Höllental  den 4. Grad.

Mehr dazu hier













Sonntag, 29. Dezember 2019

Ersatzpaddel-Halterung im Heckkeil

Hier geht es darum wie ein 4-teiliges Ersatzpaddel (in meinem Fall ein Werner Powerhouse) platzsparend und sicher im Schaumstoff Heckkeil eines Wildwasserkajaks verstaut werden kann.

Man könnte das Paddel auch einfach in einem Säckchen irgendwie zwischen die Auftriebskörper klemmen. Oder man baut sich mit ein wenig Baumarktzubehör eine angepasste Halterung für das eigene Boot und Paddel. Der Vorteil dabei ist, das es wohl eher an Ort und Stelle bleibt, selbst wenn das Boot Solo unterwegs ist. Zudem verrutscht es nicht, und landet nicht zwischen Auftriebskörper und Bootshülle und bekommt den ein oder anderen Schlag mit.

Was man dazu braucht:

  • Meterstab und einen Stift zum anzeichnen der Maße
  • Ein Plastikrohr aus dem Baumarkt mit dem Durchmesser des Paddelschaftes (aus der Abteilung für Elektroinstallationen)
  • Messer oder Schleifpapier zum anschärfen des Rohres als "Bohrer"
  • Gummiseil / Expanderseil (4-6mm)
  • PE oder PVC Schlauch aus dem Baumarkt (Der Innendurchmesser sollte min. 2mm größer als der des Gummiseils sein.)

Und so wirds gemacht:


    1. Den Heckkeil aus dem Kajak ausbauen.


    2. Die Maße der beiden Schaftteile des Paddels seitlich und vorne auf den Heckkeil übertragen. Dabei beachten das beide Teile auch nach Einbau des Heckkeils rausgezogen werden können, nicht das dann später der Sitz im Weg ist.

    3. Eine Unterlage suchen die so stark ist wie die verbleibende Wandstärke vom Schaumstoffkeil. In meinem Fall habe ich mir passende Holzreste gesucht.

    4. Das Plastikrohr auf eine handliche Länge zurechtsägen und an einer Seite mittels Schleifpapier oder einem Messer anschärfen und am besten noch leichte Zacken (Sägezähne) einschneiden.

    5. Mit dem Plastikrohr die Fassungen für die Schaffteile in den Heckkeil bohren. Wichtig dabei: Nicht mit Gewalt oder Druck arbeiten, sonst verzieht sich der Schaumstoff im Inneren, das Plastikrohr verbiegt, und das Loch wird nicht gerade. Im schlimmsten Fall kommt man an der Außenwand irgendwo raus.

    6. Als nächstes habe ich immer einen "Eingriff" quer durch den Schaumstoffblock geschnitten, da die Schäfte ziemlich gut sitzen wenn das Loch exakt passgenau ist. Durch diese "Eingriffe" kann man dann das Paddel prima schieben, um es aus dem Heckkeil zu bekommen.

    7. Um leichte Aussparungen der Blätter in den Schaumstoff zu bekommen habe ich die Umrisse dieser auf den Schaumstoff angezeichnet und nach Augenmaß mit einem scharfen Messer Ausschnitte angefertigt, in denen die Blätter dann satt sitzen.

    8. Gehalten werden die Blätter dann von den Gummiseilen, welche durch Löcher im Schaumstoff gezogen werden. Und damit der Schaumstoff nicht einreißt, habe ich durch die Löcher zur Verstärkung noch PE Schlauch gezogen (wie er z.B. oft an der Handschlaufe des Wurfsacks verwendet wird (gibts auch im Baumarkt)

    9. Wenn dann alles passt und sitzt muss nur noch das Boot wieder zusammengebaut werden.

    Das Paddel kann nun auch dauerhaft im Bootsheck bleiben, da man, gerade wenn die Auftriebskörper gut gefüllt sind, auch keine Angst haben muss es beim Transport zu verlieren.

    Ein Argument gegen diese Art der Paddelbefestigung könnte sein, dass der Heckkeil an Stabilität verliert. Da jedoch die Paddelschäfte den herausgenommen Schaumstoff ersetzen, verbleiben nur noch die nicht sehr tiefen Einschnitte seitlich. Meiner Meinung nach zu verschmerzen (Muss aber jeder für sich entscheiden. Die Stärke des Heckkeils ist natürlich auch maßgeblich hierfür). Mehr als nötig sollte man aber natürlich nicht aus dem Schaumstoff herausschneiden.

    Freitag, 27. Dezember 2019

    Neue Flussbeschreibung: Waldnaab

    Die Tirschenreuther Waldnaab ist wohl der schönste Wildbach in Nordbayern. Sie fließt zwischen Falkenberg und Windischeschenbach bevor sie sich mit der Fichtelnaab zur Naab vereinigt durch ein wildromantisches Waldtal ohne Ansiedlungen und Straßen. Der Paddler findet dort Ruhe, traumhafte Natur, phantastische Felsformationen und sogar Wildwasser bis in den 3. Grad. Mehr dazu hier.



    Dienstag, 24. Dezember 2019

    Sonntag, 27. Januar 2019

    Winterpaddeln

     "Paddeln im Winter?! Ist das nicht kalt und gefährlich??"


    So ähnlich sind in der Regel die Reaktionen darauf wenn man im Winter paddeln geht. Dabei ist gerade die Stimmung auf dem Wasser, egal ob Wildwasser oder Flachwasser, eine ganz besondere. Gerade wenn die Umgebung in eine weiße Hülle gepackt ist, herrscht auf dem Wasser oft absolute Ruhe, und man ist allein auf dem Bach.

    Aber was genau benötigt man, um auch im Winter sicher und warm im Kanu, Kajak, Canadier paddeln gehen zu können:

    Bekleidung:


    Hier gibt es erstmal zwei Möglichkeiten: Trockenanzug oder Neo.
    Gerade im Winter hat ein Trockenanzug viele Vorteile, jedoch kann man auch durchaus mit einem Neo gut ausgerüstet aufs Wasser gehen, wenn es nicht gerade eine Tour über offenes Wasser, unzugängliche Schluchten oder in abgelegene Gegenden geht. Der Trockenanzug bietet mit der richtigen Isolationsschicht einen wesentlich längeren Schutz vor dem Auskühlen.

    Ein wichtiger Grundsatz dabei: Die Kleidung muss so gewählt werden, das ein auskühlen bei einem Schwimmer effektiv verhindert wird. Im Winter wie im Sommer gilt: "Dress for water, not for air"

    Hier eine Orientierung was alles dazugehört:

    Trockenanzug:

    • Unterwäsche: Unter dem Trockenanzug benötigt man eine Isolierschicht. Je kälter die Außentemperatur und die Wassertemperatur, desto dicker sollte diese gewählt werden. Skiunterwäsche tut es in den meisten Fällen. Ein Einteiler (Strampelanzug) ist praktischer, da dann unten drunter nichts verrutschen kann, und auch nach dem kleinen Geschäft wieder alles an seine Position kommt, und keine Kältebrücken am Bund entstehen.
    • Socken: Wer schnell an den Füßen friert, wird sich über die dicken Wollsocken im Trocki freuen. Bei mir haben sich Socken aus Aquashell bewährt. Diese sind gleichzeitig recht dünn und warm, man muss ja nicht nur in die Füßlinge des Trockenanzugs kommen, sondern auch noch in die Paddelschuhe (die beim Paddeln im Trockenanzug gut und gerne mal 2 Nummern größer ausfallen können)
    • Trockenanzug: Ganz klar, der Anzug selbst. Hier ist auf folgendes zu achten: Der Anzug sollte Füßlinge haben. Latexmanschetten an den Füßen hintern zwar das Wasser am eindringen, es wird aber ziemlich kalt an den Übergängen zu den Neoprensocken auf die man dann an den Füßen zurückgreifen müsste. Beim Tourenpaddeln ist auch eine Kapuze von Vorteil. Generell ist eine Tasche am Anzug ganz praktisch, um Kleinigkeiten wie z.b. der Notgroschen oder der Autoschlüssel beim shutteln zu verstauen.
    • Schuhe: Wie auch beim paddeln im Sommer gilt: Festes Schuhwerk ist unerlässlich sobald man sich in der Natur bewegt. Dies schützt vor spitzen Steinen oder z.B. Glasscherben an Land, sowie im Wasser
    • Kopf: Unbedingt notwendig ist ein Kälteschutz am Kopf, da der Körper hier viel Wärme verliert. Eine Neoprenkappe sollte es mindestens sein. Beim Wildwasserpaddeln natürlich auch der Helm, der mit Neokappe nicht drücken sollte.
      Ob Touren- oder Wildwasserpaddeln, ein Neoprenschal ist im Winter keine schlechte Idee, das hält den Hals warm, und man kann ihn auch mal bis über die Nase ziehen wenns eisig wird.
    • Hände: Hier kommt es auf die Temperatur und das persönlich Kälteempfinden an. Manche paddeln im Winter ohne Schutz, mir würden die Finger nach 10 Minuten abfallen.
      Die Wunderwaffe dagegen sind Paddelpfötchen, man hat dasselbe Gefühl am Paddel wie ohne, jedoch sind die Hände nach außen abgeschirmt und es wird selbst an den kältesten Tagen schön warm an den Händen.
      Wer es mag, und wem das Gefühl am Paddel nicht verloren geht, der kann auch Neoprenhandschuhe verwenden. Wichtig: Fäustlinge halten um einiges wärmer als Fingerhandschuhe, da sich mit Fäustlingen die Finger gegenseitig wärmen können.
      Wer Kälteempfindliche Hände hat, und im Wildwasser mit Paddelpfötchen unterwegs ist, sollte darüber nachdenken sich ein paar Neo Handschuhe (bzw. Fäustlinge) in die Schwimmwestentasche zu stecken. Falls man Rettungs- oder Bergeaktionen hat, ist es nachteilig wenn man die Finger vor Kälte nicht mehr bewegen kann.

    Neoprenanzug:

    Im Neo sollte im Winter nur gepaddelt werden wenn das Gewässer zu zulässt das Schwimmer schnell ans Ufer gelangen, und unterkühlte Personen schnell ins warme geschafft werden können (kurze Paddelstrecke, Shuttle-Bunny am Ufer)
    • Neoprenanzug: Ein Long-John, so dick wie möglich sollte es sein. Am besten aus dem Kanusportzubehör. Die Taucherneos haben in der Regel angenähte Arme, welche beim Paddeln die Bewegungsfreiheit sehr einschränken.
    • Socken: Je nach Kälteempfinden muss es mindestens 1, bei Bedarf mehrere passende Neosocken übereinander sein (beachte Schuhgröße, wenn es drückt und der Fuß schlecht durchblutet wird friert er auch)
    • Schuhe: siehe oben beim Trockenanzug
    • Zusätzliche Isolationsschicht am Oberkörper: Hier leistet ein Neoprenpullover aus dem Kanusportzubehör gute Dienste (Diese haben im Regelfall dünneren Stoff unter den Armen, damit die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird). Wenns richtig kalt wird, kann dann unter die Paddeljacke noch ein dicker Fleece angezogen werden.
    • Paddeljacke: Diese sollte im Winter richtig dicht sein, und bei Wanderfahrten ohne Helm am besten auch eine gut sitzende Kapuze haben.
      Im Wildwasser ist ein Doppelkamin von Vorteil, damit kein Wasser zwischen Paddeljacke und Spritzdecke eindringt.
    • Hände: siehe oben beim Trockenanzug
    • Kopf: siehe oben beim Trockenanzug

    Ausrüstung:


    Was sollte in der kalten Jahreszeit zusätzlich zu der Ausrüstung die man auch im Sommer benötigt (Boot, Paddel, Schwimmweste, Spritzdecke (Kajak), Helm (WW), Wurfsack, Auftriebskörper, Sicherheits-, Rettungs- und Bergungsequipment (WW)) mit an Bord sein:
    • Handy: Spätestens im Winter sollte auch beim Tourenpaddeln das Handy mit dabei sein, damit im Notfall Hilfe geholt werden kann. Wichtig dabei: Das Handy sollte auch mit nassen Fingern bedienbar sein, das trifft auf die meisten aktuellen Smartphones leider nicht zu.
    • Energieschub: Schokolade oder Müsliriegel für den kurzfristigen Energieschub sollte nicht fehlen.
    • Trockene Kleidung: Gerade bei längeren Touren empfiehlt sich trockene Kleidung im Boot für alle Fälle

    Tourenplanung:

    Auch bei der Tourenplanung sollte man im Winter auf ein paar Besonderheiten achten:
    • Schwierigkeiten und Streckenlänge: Sollten eine Nummer konservativer eingeschätzt werden als im Sommer.
    • Eis: Je nach Temperatur, Frost, und Art des Gewässers sollten vorher Informationen über die Eisbildung eingeholt werden. Folgende Gefahren sollten bedacht werden:
      • Vereiste Ufer können das Ein- und Aussteigen unmöglich machen
      • Eine durchgehende Eisdecke kann auf einem Fließgewässer schnell zur tödlichen Gefahr werden
      • Gerade in engen Schluchten, können vereiste Schluchtwände oder Steine ein Aussteigen oder Scouten zum Teil unmöglich machen
      • Eisschollen stellen eine Gefahr, vor allem im Wildwasser dar
    •  Die Trockene und warme Kleidung (und am besten noch der heiße Tee) sollte am Ausstieg warten, damit man nicht auskühlt während das Auto nachgeholt wird.
    • Besondere Befahrungsregelungen: Manche Gewässer sind im Winter gesperrt (z.B. Ammer)
     Somit sollte einem warmen und sicheren Paddelvergnügen auch im Winter nichts im Wege stehen :-)

    Alternative zu Doodle und Co.

    Ausnahmsweise mal etwas fachfremdes: Es gibt ein neues tolles Tool um kleine Umfragen für die eigene Paddlercommunity oder den Verein zu ers...